Ziel der Richard-Wagner-Stipendienstiftung ist die Förderung und
Vertiefung der Bayreuther Festspielidee.

Initiator der Stipendienstiftung war Richard Wagner selbst. Seine ursprüngliche Idee für die Festspiele bestand darin, Besucher zu seinen Festspielen einzuladen und ihnen freien Eintritt zu gewähren. Einen Teil dieser Utopie verwirklichte Wagner, indem er vorschlug, die Wagner-Vereine seiner Zeit sollten diese Aufgabe übernehmen. Dieser Weg wird seitdem im Sinne des Stifters in Form des Bayreuth-Stipendiums weitergeführt und erfreut sich nach wie vor ungebrochener Vitalität und Attraktivität für junge Musik- und Theaterschaffende.

Das Stipendium ermöglicht talentierten aufstrebenden Musikerinnen und Musikern oder anderen Bühnenschaffenden während eines fünftägigen Aufenthalts in Bayreuth mehrere Aufführungen der Bayreuther Festspiele zu besuchen, die einzigartige Akustik des Festspielhauses zu erleben, Mitwirkende zu treffen und sich auszutauschen.

Die Richard-Wagner-Stipendienstiftung vergibt in der Regel jährlich 250 Stipendien. Vorschlagsberechtigt sind in erster Linie die weltweiten Richard-Wagner-Verbände, die im Richard-Wagner-Verband International e. V. zusammengeschlossen sind, sowie die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth. Bewerber und Bewerberinnen sollten zwischen 18 und maximal 35 Jahren alt sein.

Unsere bisherigen
Stipendiatinnen und Stipendiaten

2025 Benjamin Chamandy, Bass-Bariton
2024 Hartlieb Mailin, Komponistin
2023 Turchetta Tommaso, Kapellmeister
2022 Praxmarer Elias, Organist
2021 Sailer Oliver, Bass
2019 Reiter Patrik, Tenor
2018 Bodner Lea, Sopran
2015 Hoffmann Magdalena, Harfe
2014 Schöch Martin, Horn
2013 Ramsl Thomas, Kapellmeister
2012 Schwaiger Wolfgang, Bariton
2011 Goidinger Sophia, Violine
2010 Mravlag Heidemarie, Violoncello
2009 Kerer Manuela, Komponistin
2008 Cede Simon, Bariton
2007 Philipp Caroline, Sopran
2005 Spiess Florian, Bass
2004 Sofka Hansjörg, Dirigent
2003 Hárs Jószef, Horn
2002 Gieber Kerstin, Sopran

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Foto: © Marie-Theres Reiter

Benjamin Chamandy

Bass-Bariton

In Toronto geboren, wuchs Benjamin Chamandy in Innsbruck auf und war Mitglied der Wiltener Sängerknaben. Schon als Kind spielte er in vielen Opern, Operetten und Musicals am Tiroler Landestheater mit, u. a. in „Die Zauberflöte“, wo er den 3. Knaben spielte.

Er begann seine Gesangsausbildung in Innsbruck und schloss sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ab. 2019 war er in der Wiener Kammeroper in Gounods Faust als Wagner zu hören sowie am Theater an der Wien in der Kinderoper Papagena jagt die Fledermaus als Papageno. In der Titelrolle in Gottfried von Einems Tulifant war er 2018 im Konzertsaal der Wiener Sängerknaben und auf Schloss Esterhazy und debütierte im gleichen Jahr bei den Salzburger Festspielen in Henzes Bassariden. Am Stadttheater Klagenfurt kreierte Benjamin Chamandy 2023 die Rolle des Sohn Jonas in der Uraufführung von Bernhard Langs Hiob.

Seit der Spielzeit 2023/24 gehört Benjamin Chamandy zum Ensemble des Tiroler Landestheater Innsbruck wo er unter anderem sein Debüt als Figaro in W.A.Mozarts Le Nozze di Figaro gab. Von 2021 bis 2023 war der Bassbariton als Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden in Berlin engagiert, wo sein Repertoire von Monteverdis L’Incoronazione di Poppea und Rameaus Hippolyte et Aricie, über Mozarts Die Zauberflöte, Saint-Saëns Samson et Dalila, Puccinis Tosca, Verdis Rigoletto, über Strauss‘ Ariadne auf Naxos und Der Rosenkavalier bis hin zu Liebrechts La Piccola Cubana und Eötvös‘ Sleepless reichte. 2024 kehrte er als Barone Douphol für eine Vorstellungsserie von Verdis La Traviata an die Staatsoper Unter den Linden zurück. In dieser Spielzeit sang Benjamin Chamandy am Tiroler Landestheater bereits in der österreichischen Erstaufführung von Haas’ Liebesgesang die Rolle des Christian und war daraufhin in King Arthur als Gawain, Von Heute auf Morgen als Ehemann sowie in Schön ist die Welt zu hören.

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Foto: © Eva Schöler

Elias Praxmarer

Orgel

Elias Praxmarers Schaffen ist gleichermaßen durch sein künstlerisches Wirken als Interpret, sowie durch seine kompositorische und kirchenmusikalische Tätigkeit geprägt.

Als Solist und Kammermusikpartner konzertiert er regelmäßig im In- und Ausland, darunter an historisch bedeutenden Orgeln in...

Als Solist und Kammermusikpartner konzertiert er regelmäßig im In- und Ausland, darunter an historisch bedeutenden Orgeln in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, der Schweiz, Schweden und Tschechien. Seine geistlichen und weltlichen Kompositionen wurden bislang in mehreren europäischen Ländern aufgeführt. Kompositionsaufträge erfolgten u. a. vom Orchester der Bayerischen Philharmonie, dem Osterfestival Tirol/musikplus, vom Theaterfestival Steudltenn, dem Zentaur-Quartett München, dem Kammerorchester InnStrumenti, dem Orchester Sonarkraft und dem Orchester der Akademie St. Blasius. Zuletzt komponierte er Werke im Auftrag für das Konzerthaus Berlin, die Abendmusiken im Dom zu Freiberg, das Orgelfestival Holland, die Marienkirche in Dortmund, die St. Michaeliskirche Hamburg und die Vasa Church in Göteborg.

Für seine künstlerische Tätigkeit erhielt er mehrere Stipendien und Auszeichnungen. 2019 war er Finalist beim Internationalen Kompositionswettbewerb des Brucknerhauses Linz, sowie 2020 beim Wettbewerb um den Kulturpreis Gasteig in München. Des Weiteren wurde er mit dem Kompositionsstipendium der Landeshauptstadt Innsbruck (Hilde-Zach-Stipendium), sowie mit dem Richard-Wagner-Stipendium geehrt. Er gewann den 1. Förderpreis des „Tiroler Komponisten-Wettbewerbs“, sowie im Jahr 2023 unter 50 Teilnehmern aus 20 Ländern den ersten Preis beim renommierten Internationalen Kompositionswettbewerb für Orgel in Saarlouis und war somit jüngster Preisträger der Wettbewerbsgeschichte.

Elias Praxmarer absolvierte seine Studien am Tiroler Landeskonservatorium, an der Universität Mozarteum Salzburg, sowie an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zu seinen prägendsten Lehrern zählten Bernhard Haas, Franz Baur, Michael Schöch, Sebastian Euler, Annette Seiler und Andreas Liebig. Weitere Impulse und Anregungen erhielt er durch Unterricht bei Wolfgang Zerer, Pieter van Dijk, Bernard Foccroulle, und Maurizio Croci.

Seit 2018 wirkt Elias Praxmarer als Stiftsorganist der Zisterzienserabtei Stift Stams. Dort ist er zusammen mit Hannes Torggler Initiator und künstlerischer Leiter von stift stams sakral- Festival ORGEL PLUS. Seit 2020 vertritt er zusammen mit Reinhard Jaud als Artistic Director die Stadt Innsbruck bei der europäischen Städtevereinigung ECHO (European Cities of Historical Organs) in Brüssel. Des Weiteren übernahm er 2021 zusammen mit Michael Schöch die Leitung des Internationalen Paul-Hofhaimer-Orgelwettbewerbs in Innsbruck.

Elias Praxmarer lehrt als Senior Lecturer an der Universität Mozarteum Komposition, Musiktheorie und Gehörbildung.

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Foto: © Amir Kaufmann

Oliver Sailer

Bass

1994 in Hall in Tirol geboren, begann Oliver Sailer im Alter von sechs Jahren seine Gesangsausbildung bei den renommierten Wiltener Sängerknaben. Durch das Mitwirken der Sängerknaben bei verschiedenen Opernaufführungen konnte er schon früh erste Eindrücke am Theater sammeln.

2021 schloss Oliver Sailer sein Gesangsstudium am Tiroler Landeskonservatorium bei Prof. Mag. Johannes Stecher mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Zusätzlich absolvierte er das Lehramtsstudium im Fach Mathematik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und im Fach Musikerziehung am Mozarteum Salzburg, mit dem künstlerischen Hauptfach Gesang bei o.Univ.-Prof. Peter Ullrich.
Der österreichische Bass ist seit 2021 Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater Innsbruck und war in der vergangenen Spielzeit u.a. als Pistola (G. Verdi: Falstaff), Publio (W. A. Mozart: La Clemenza di Tito) und als Gremin (P.I.Tschaikowksy: Eugen Onegin) zu erleben.
In den vergangenen Jahren machte er bereits u.a. als Köchin in Prokofjefs Die Liebe zu den 3 Orangen und als Colline in Puccinis La Bohème, als Angelotti und Sagrestano (Tosca), als Sarastro (Zauberflöte) und als Don Alfonso (Così fan tutte) auf sich aufmerksam.
Seine Vielseitigkeit stellte er in mehreren Produktionen moderner Opern unter Beweis, zuletzt als Bauer und Feldwebel in Des Simplicius Simplicissimus Jugend (K.-A. Hartmann) sowie als Hook in der ÖEA Peter Pan - The Dark Side (W. Mitterer/Pountney). 2022 erschien die Aufnahme der Matthäus- Passion mit den Wiltener Sängerknaben, in der Oliver Sailer als Jesus zu hören ist. Im Sommer 2021 debütierte er bei den Tiroler Festspielen Erl als 3. Brabantischer Edler in Wagners Lohengrin.

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Foto: © Christoph Villgrattner

Patrik Reiter

Tenor

Sein Operndebut als Tenor gab Patrik Reiter 2017 als junger Seemann in Wagners „Tristan und Isolde“, am Teatro Regio di Torino. Mehrfach war der junge Tenor im Rahmen der Bregenzer Festspielen, am Teatro dell‘ Opera di Roma sowie in Mozarts „Zauberflöte“ in einer Kooperation mit dem Teatro alla Scala in Shanghai zu erleben. 

Auf der Konzertbühne war er unter anderem in der Münchner Philharmonie am Gasteig, in Bachs „Matthäuspassion“ zu hören. Weiter Konzerte führten in an das Teatro lirico di Cagliari, das Auditorium Paganini, das Auditorium di Milano, das Castello Sforzesco di Milano sowie den Mailänder Dom.

2023 kehrte er erneut an das Teatro alla Scala für eine Produktion von „Salome“ (Richard Strauß) zurück. Weiters war er erneut bei den Bregenzer Festspielen in Puccinis „Madame Butterfly“, sowie konzertant beim Warschauer Beethoven Festival in Beethovens „Missa Solemnis“, sowie am Teatro Petruzzelli in Mozarts „Requiem“ zu hören.

2024 war er unter anderem im Rahmen einer Konzerttournee als Tenorsolist in Beethovens 9. Sinfonie im Kultur und Kongresszentrum Luzern und erneut im Auditorio di Milani mit dem Mailänder Sinfonieorchester zu hören. In derselben Rolle war er zudem mit dem Malta Philharmonic Orchestra im Mediterranean Conference Centre in Valetta (Malta) zu erleben.

In seiner künstlerischen Laufbahn arbeitete Patrik Reiter mit führenden Dirigenten wie Hans Jörg Albrecht, Gianluca Capuano, Alpesh Chauhan, Daniel Cohen, Diego Fasolis, Claus Peter Flor, Patrick Fournillier, Thomas Guggeis, Ruben Jais, Axel Kober, Enrique Mazzola, Gianandrea Noseda, Andrés Orozco-Estrada sowie Leonard Slatkin zusammen und war außerdem unter der Regie von Brigitte Fassbaender, Maria Clement, Claus Guth, Andreas Homoki, Damiano Michieletto, Peter Stein und Sidi Larbi Cherkaoui auf der Opernbühne zu erleben.

Er nahm mehrmals an Meisterkursen von Frau Ks. Brigitte Fassbaender, im Rahmen des Eppaner Liedsommers und dem Förderprogramm der Bertelsmann Stiftung „Neue Stimmen“ teil. Weitere Masterclasses absolvierte er bei Frau Professor Michelle Breedt bei der er auch sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater München und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt absolvierte. Zudem ist er Stipendiat der Dr. Armin Weltner Stiftung und des Richard Wagner Verbands Innsbruck-Bozen.

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Foto: © Hannah Köll

Heidemarie Mravlag

Violoncello

Heidemarie Mravlag ist freischaffende Cellistin und sowohl in Orchestern und Kammermusik als auch solistisch tätig. Zudem engagiert sie sich pädagogisch und in der Organisation von Konzerten.

Von 2013 bis 2020 war sie in mehreren Produktionen am Burgtheater Wien zu hören. Seit 2013 wirkt sie auch regelmäßig als Substitutin im Bühnenorchester der Wiener Staatsoper sowie im Tiroler Symphonieorchester. Außerdem ist sie Mitglied im Johann Strauss Ensemble Linz und der Beethoven Philharmonie Baden.
Sie konzertiert des Öfteren u.a. mit Melanie Hosp (Gitarre) Duo 2in1Klang, Thomas Yu-Tung Pan und Eva Salmutter (Klavier), sowie mit der Kammermusikgruppe Atout, welche sich auf Kammermusik in größeren Besetzungen spezialisiert hat. www.atout.at. Weiters spielte sie 10 Jahre im Duo HarpArt mit der Harfenistin Veronika Villányi.
Für die von ihr organisierten Konzerte des MusikForums Fulpmes stellt sie immer wieder neue, teilweise außergewöhnliche, Kammermusikformationen zusammen und übernimmt dabei den Part am Cello. Zunehmend widmet sie sich auch Werken für Violoncello solo aus dem 20. und 21.Jh.

Solistische und Kammermusikalische Auftritte führten sie in den Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus, zu den Freunden der Kammermusik Wien, der Gesellschaft für Musiktheater Wien, dem Melodium Peuerbach OÖ, dem Kammermusikfestival Lods (Polen), KULTUR.LEBEN Bludenz, MUSIKA NOBILIS Musikfestival (Slowakei), Kulturforum Breitenwang, Kulturort Mieming, Klosterneuburger Kammerkonzerte u.a.

Sie unterrichtete im Kinder-und Jugendorchester „superar“ Wien und war sowohl an der Musikschule Wattens als auch Kitzbühel als Lehrerin für Violoncello tätig. Seit 2017 ist sie Dozentin für Violoncello und Kammermusik bei den Payerbacher Meisterkursen und seit 2021 auch bei der Musikwoche Benediktbeuern.

2017 gründete sie in ihrer Heimat im Stubaital / Tirol die Konzertreihe MusikForumFulpmes. www.musikforumfulpmes.at Der Fokus dieser Konzertreihe liegt auf Kammermusik mit außergewöhnlichen Besetzungen.

Heidemarie Mravlag, aufgewachsen im Stubaital/ Tirol, belegte am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck das Vorbereitungsstudium. Sie studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und schloss dort sowohl dass Konzertfachstudium als auch das instrumentalpädagogische Studium erfolgreich ab. Sie erhielt Stipendien zum Besuch der Meisterkurse der Wiener Philharmoniker 2008 und 2009, von Allegro Vivo 2011 und der Europäischen Akademie Palazzo Ricci in Montepulciano 2014.
Für ihre kammermusikalische Tätigkeit erhielt sie 2009 das Richard-Wagner-Stipendium.

E-mail und Vereinszweck

Vereinszweck: Förderung der Kunst und Kultur im Bereich der Musik im Zusammenhang mit dem Werk Richard Wagners

Mail: info@rwv-ibkbz.eu
Telefonnummer: ‭+43 (0)664 5031114‬

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